Partituren
Das Magazin für klassische Musik
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Editorial Ausgabe 1

Liebe Leserin, lieber Leser!

 
„Wir werden bei der Symphonie in das Meer der Klänge hineingerissen, die in vollster sinnlicher Kraft vor uns treten. Die ganze Tonwelt thut sich auf, entfesselt ihre Kräfte und Gewalten. Die Tonkunst ist an die Schwelle der Dichtung gelangt, da wir uns nicht mehr am bloßen Formspiel begnügen lassen wollen, da wir, angeregt durch die satte Sinnlichkeit der Tongestalten und die Sprechsamkeit der Formen, unwillkürlich nach tieferem Sinne forschen.“ So schrieb der Tübinger Musik-Philosoph Heinrich Adolf Köstlin 1857.In der ersten Ausgabe von PARTITUREN wollen auch wir nach dem tieferen Sinn der Symphonie forschen, dieser „Königsgattung“, die für so viele Generationen
von Komponisten das höchste Ziel ihres Schaffens darstellte. Und die noch heute so viele Menschen in Konzerthäuser und Schallplattenläden strömen lässt. Wie wurde die Sinfonie zur Symphonie? Was überhaupt ist eine Symphonie?
Und wie steht es aktuell um die Gattung: Fasziniert die Symphonie heutige Komponisten? Hat die große Form noch eine Zukunft? Werfen Sie einen Blick in die Partitur der berühmtesten Symphonie der Musikgeschichte.
Gehen Sie mit uns auf Spurensuche in der Sächsischen Schweiz, wo Dimitri Schostakowitsch, der bedeutendste Symphoniker des 20. Jahrhunderts, eines seiner zentralen Werke schrieb. Und lesen Sie, was der Altmeister des Genres, Hans Werner Henze, in seinem italienischen Refugium über sein Werk und die Welt erzählt. Begleiten Sie vier renommierte Dirigenten auf ihren Entdeckungsreisen jenseits des gängigen symhonischen Repertoires. Und lassen Sie sich auf der PARTITUREN-CD von der „satten Sinnlichkeit“ Norbert Burgmüllers überraschen, dieses genialen Zeitgenossen Schumanns und Mendelssohns, der der Symphonie vielleicht neue Wege gewiesen hätte, wäre er nicht mit 26 Jahren ums Leben gekommen.Wir besuchen das erstaunliche Musikland Island, beobachten das harmonische Chaos einer CD-Produktion, präsentieren Ihnen die interessantesten CD-Neuerscheinungen der letzten Monate und verraten Ihnen, warum, laut Alfred Polgar, in jedem kultivierten Haushalt ein Beethoven über dem Klavier hängen sollte.Es gibt viel zu entdecken in der ersten Ausgabe von PARTITUREN. Viel erkenntnisreiches Vergnügen wünscht Ihnen dabei

Ihre PARTITUREN-Redaktion

PS: Ab Dezember erscheint PARTITUREN alle zwei Monate.

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