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Heinrich Albert - Acht Duos für zwei Gitarren |
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Beim Thema Musik aus dem deutschsprachigen Raum zu Beginn des 20. Jahrhunderts denkt man nicht gerade an Gitarrenmusik. Doch nicht nur deshalb sind die Werke von Heinrich Albert einzigartig. Als Violinist und Hornist ausgebildet, war Albert Orchestermusiker in Düsseldorf und München, begeisterte sich bald jedoch für die Gitarre. Sein kompositorisches Zentralwerk sind die zwischen 1915 und 1917 entstandenen acht Duos für zwei Gitarren. Sie verblüffen durch ihre Vielfalt an Formen und Satztechniken, Klangfülle und Ausdruck. Albert schuf einen eigenen musikalischen Kosmos in Form einer inspirierten Zwiesprache zweier Gitarren. Eine glückliche Wiederentdeckung und lohnende Bereicherung des Duo-Repertoires, brillant eingespielt. EW
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The Book of Madrigals - Ensemble Amarcord |
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Was dem Hilliard Ensemble oder den King’s Singers recht ist, kann dem jungen deutschen Vokalensemble Amarcord nur billig sein: ein Streifzug durch die berühmtesten, knackigsten weltlichen Vokalwerke des europäischen 16. Jahrhunderts, wobei der Begriff großzügig genug gefasst ist, um die französische Chanson und das deutsche Tenorlied einzuschließen. Amarcord – die heimatliche Zunge können sie nie ganz verleugnen – singt in perfekter Klangkultur, auch wenn ich mir manchmal mehr Raffinesse in der dynamischen Schattierung, mehr Sinn für die individuelle Profilierung der einzelnen Stücke wünschte. Hasslers Mein gmüth ist mir verwirret zum Beispiel hätte ich mir von einem deutschen Ensemble doch nicht ganz so munter-unverbindlich, mehr verinnerlicht gewünscht. WF
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Viola Voilà |
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Wenige CDs bieten einen derart breiten Querschnitt durch die Viola-Literatur wie diese: von Schuberts Arpeggione-Sonate über Salonstücke von Vieux-temps, Fauré und Drigo bis hin zu Piazzollas Le grand Tango. Die Amsterdamer Bratschistin Esther Apituley ist eine ausgewiesene Virtuosin, die außerdem ein besonderes Studium der Technik der Tango-Geiger gemacht zu haben scheint. Am faszinierendsten finde ich allerdings die beiden Stücke, an denen das Amsterdam Viola Quartet beteiligt ist: In John Cages Dream wird die Resonanz der Klaviersaiten mit zauberhaftem Effekt eingesetzt, während Apituleys Hydropath einen Vivaldi-artigen Streicherklang mit einer rauchigen Jazztrompete und einem E-Bass kombiniert. Die Klangwelten, die hier eröffnet werden, können süchtig machen. CMS
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Cello-Konzert op. 21 / Streichsextett Nr. 2 |
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Außer Alfvén hat kein schwedischer Komponist so idiomatisch und gleichsam naturmystisch geschrieben wie Kurt Atterberg. Und kein anderer kann auf Interpreten vom Schlage Toscaninis und Furtwänglers verweisen. Sein gegen Ende des Ersten Weltkriegs entstandenes Cellokonzert wird hier erstaunlicherweise erst zum zweiten Mal vorgelegt. Mørk singt sich mit Hingabe durch die flammend pathetische, meist jedoch in erzromantischer Stille verweilende Musik; sein Ton versinkt in poetische Tiefen und flirtet zugleich mit dem impressionistischen Geflimmer an der Klangoberfläche. Ganz exquisit! Eine ebenfalls lohnende Rarität: Atterbergs Streichorchesterfassung des verkannten G-Dur-Sextetts von Brahms. VT
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Clavier-Sonaten mit obligater Violine |
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An Aufnahmen von Bachs Violinsonaten herrscht im CD-Katalog kein Mangel, und die Harmonia-Mundi-Einspielung mit Andrew Manze und Richard Egarr ist noch immer ohne Konkurrenz. Unter den jüngsten Versuchen, dem herausfordernden Zyklus gerecht zu werden, ragt die Neuaufnahme des Duos Glodeanu/Haas heraus – einmal der Instrumente wegen, eines Hensch-Clavecins von 1751 und einer Violine des polnischen Geigenbauers Groblicz von 1604, deren dunkle Klänge wunderbar miteinander harmonieren. Zum anderen wegen des fast traumhaften Zusammenspiels der beiden bestens aufeinander eingestimmten Musiker, deren Spiel sich in einem gegenseitigen Geben und Nehmen zu einem wirklichen Dialog verdichtet. Beglückender kann Musizieren nicht sein! US
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