Johann Sebastian Bach - Lautenwerke Vol. 1 |
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Paul O’Dette Harmonia Mundi HMU 907438
Nicht nur über das Spätwerk Johann Sebastian Bachs streiten sich Musiker und Gelehrte, etwa darüber, ob wirklich alle Stücke des Musikalischen Opfers zur Aufführung bestimmt waren. Auch die Lautenstücke gelten zum Teil als unspielbar auf Instrumenten der Epoche. Der Lautenist Paul O’Dette zeigt, dass es dennoch geht. Die drei Werke dieser CD sind allesamt Bearbeitungen von Werken für Streichinstrumente. Die Pièces pour la Luth à Monsieur Schouster waren ursprünglich eine Suite für Violoncello, und die Partita E-Dur war für Solovioline gedacht, wie auch die Sonate in g-moll. O’Dette spielt seinen Bach auf der Barocklaute überraschend zupackend und perkussiv, geradezu gitarristisch. Und das hat durchaus seinen Reiz. EW
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Johann Sebastian Bach - Partita Nr. 2 BWV 1004 |
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György Ligeti - Bratschensonate
Antoine Tamestit (Viola) Ambroisie AM 111
Die Debüt-CD von Antoine Tamestit, dem ersten Preisträger des ARD-Wettbewerbs 2004, hätte kaum anspruchsvoller ausfallen können. Bei Bachs Partita (ursprünglich für die Geige geschrieben) hat Tamestit eine höchst überzeugende Verbindung von modernem Instrumentarium und „authentischer“ Aufführungspraxis gefunden. Von der ersten Allemande an ist das tänzerische Element sehr nah an der Oberfläche. Die monumentale Chaconne wird mit intellektueller Überlegenheit dargestellt, ihr viertelstündiger Spannungsbogen klar nachvollziehbar. In diesem Kontext erscheint Ligetis Solosonate – eine der wichtigsten neueren Kompositionen für die Viola – mehr denn je als ein postmoderner Kontrapunkt zu Bachs Werk. CMS
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Ludwig van Beethoven - Klaviersonaten Nr. 7, 9, 14 und 23 |
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Igor Kamenz Oehms classics OC 587
So erschütternd hat man die Appassionata schon lange nicht mehr gehört. Igor Kamenz lässt den zerklüfteten Kopfsatz vor Spannung vibrieren. Das Finale wird unter den Händen des Russen zu einem Strudel, der immer beängstigendere Ausmaße annimmt und in ein atemberaubendes Presto-Finish mündet. Aber Kamenz verblüfft nicht nur durch enorme Virtuosität, sondern kann auch in den langsamen Sätzen wie dem verschatteten Adagio sostenuto der Mondscheinsonate oder dem fast bis zum Stillstand kommenden Largo aus der D-Dur-Sonate op. 10 Nr. 3 berühren. Bei aller Exzentrik, die Kamenz‘ Spiel immer mal wieder ausmacht, bleibt seine dramatisierte Beethoven-Lesart nah am Notentext. Und das ist gut so. GR
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